Im Lokalderby unterliegt Geldern II der dritten Mannschaft aus Kevelaer

Fünf Spiele gingen heute an den „Lokalrivalen“ aus Kevelaer, während die zweite Mannschaft nur drei Spiele für sich verbuchen konnte. Das erste Spiel gab Dierk Ferlemann aus der Hand. Schon in der Eröffnung patzte er und vergab die Qualität. Mit einem Läufer, den er lediglich gegen einen Bauern abtauschen konnte, fand er nicht richtig ins Spiel. Unzufrieden mit der eigenen Leistung war auch Toine Leferink, der ebenfalls die Qualität einbüßte und schließlich die Stellung aus aussichtlos bewertete und aufgab. Nachdem  Christoph Möllers durch ein Abzugsschach seine Dame einstellen musste, gab auch er das Spiel auf. Nun lag die zweite Gelderner Mannschaft mit 3:0 zurück, kämpfte sie sich jedoch wieder ins Spiel. Den Auftakt machte Julian Mehler, der über die Zeit gewann, bei deutlich materiellem Vorteil sowie einer besseren Stellung. Ihm folgte Thorsten Kujat, der einen Turm im Mittelspiel mehr hatte und schließlich einen Bauern zur Dame umwandeln konnte. Obwohl sein Gegner sich noch wehrte, konnte er dieser materiellen Übermacht nichts entgegensetzen. Als schließlich Ralph Addo im Bauernendspiel einen Mehrbauern umwandeln konnte, gelang ihm hiermit der 3:3-Ausgleich. Recht ausgeglichen sah es zu diesem Zeitpunkt bei Achim Janßen auf dem Brett aus, der zwar immer wieder Druck machte, aber letztendlich konnte er seine beiden Türme aufgrund eines weit vorgerückten Freibauern nicht kraftvoll genug ins Spiel bringen, um einen Gewinn zu verbuchen. Zum Schluss musste sich Iren Gersak der Übermacht von 7 Freibauern und zwei Türmen beugen. „Wenn ich spiele, will ich mattgesetzt werden“, sagte Iren nach dem Spiel und unterstrich mit dieser Aussage ihr Kämpferherz.

Leider hatte die zweite Mannschaft nicht nur mit guten Schachspielern zu kämpfen, sondern auch mit der geballten Lautstärke einer Geburtstagsfeier, die in den angrenzenden Räumlichkeiten stattfand. Der 5:3-Sieg geht verdient an Kevelaer III, aber die angenehmere Spielatmosphäre geht eindeutig nach Geldern.