Aus Liebe zum Spiel

Aus Liebe zum Spiel

Jeder Verein wäre froh, einen Schachbegeisterten wie Florian Kuba in seinen Reihen zu haben. Kürzlich präsentierte er seinen Vereinskameraden vom Schachclub Geldern ein in wochenlanger Klein- und Feinarbeit angefertigtes Schachbrett. Während die Holzarbeiten für Kuba ein wenig fachfremd waren, konnte er bei der Ausarbeitung der eigentlichen Felder sein umfangreiches Wissen bezüglich Farben und Lacke einbringen. Unter Verwendung einer Harztechnik in Kombination mit speziellen Pigmenten entstand ein Brett, dessen 64 Felder nicht im üblichen schwarz-weiß erstrahlen.

Neben dieser kunsthandwerklichen Aktivität engagiert sich Kuba als Mannschaftsführer der dritten Mannschaft. In dieser Funktion gestaltet er unter anderem ein speziell auf die Mannschaft zugeschnittenes Training. Außerdem betreut er den Internetauftritt des Schachclubs Geldern auf facebook. Und wenn der etatmäßige Turnierleiter Erik Hartz verhindert ist, dann springt Kuba bereitwillig und kompetent ein.

Passabel spielen kann er übrigens auch.

Geschlossene Mannschaftsleistung bringt den Sieg gegen Hochneukirch

Geschlossene Mannschaftsleistung bringt den Sieg gegen Hochneukirch

Am dritten Spieltag der Bezirksliga Nord war unsere erste Mannschaft zu Gast in Hochneukirch. Da wir nahezu in Bestbesetzung antreten konnten, waren wir positiv gestimmt, auch wenn es gegen den Tabellenzweiten sicher nicht einfach werden würde.

Der Anfang war sehr vielversprechend. Erik Hartz konnte am zweiten Brett zu einem sehr frühen Zeitpunkt am Königsflügel seine Leichtfiguren offensiv positionieren und erreichte nach knapp über eine Stunde eine Gewinnstellung – 1:0 für uns. Kurz danach konnte Otmar Miggelt nach leicht überlegener Stellung aus der Eröffnung heraus eine Qualität gewinnen und der Gegner musste sich geschlagen geben – 2:0 für Geldern.

Mit diesem guten Zwischenstand konnte Toine Leferink bei gleicher Stellung einem Remis zustimmen – 2,5 : 0,5. Auch Jens Newald konnte nach einer stabilen Eröffnung remisieren und es stand 3 : 1. Danach musste Ralph Addo nach einer schlechten Abwicklung in der Eröffnung und einem Bauer weniger im Endspiel um den Verlust der Partie bangen. Sein Gegner spielte die Partie im Endspiel „leider“ korrekt zu Ende und Ralph musste aufgeben – 3 : 2.

Klaus Gutsche hatte am ersten Brett aus einer Caro-Kann Eröffnung mit Weiß eine französische Vorstoßvariante gezaubert und hat am Damenflügel sehr unorthodox einen Angriff vorbereitet, welcher bis ins Mittelspiel Bestand hielt. Dieser Druck führte dann letztlich zu einem Patzer seines Gegners und er stellte mit 8 Minuten auf der Uhr eine Figur ein – Aufgabe. 4 : 2 für Geldern, ein Mannschaftsremis hatten wir jetzt sicher.

Zum gleichen Zeitpunkt hatte Gottfried Faust eine sehr offensive und spannende Partie mit seinem Paradezug 1. f4 geführt und brachte sich im Mittelspiel durch kleine Ungenauigkeiten noch einmal in große Schwierigkeiten. Letztlich bot sein Gegner ihm in „unübersichtlicher“ Lage ein Remis an und Gottfried hat aufgrund des Gesamtstandes sofort eingewilligt – 4,5 : 2,5 für Geldern – Sieg!!!

Stefan Simons hatte aus der Eröffnung heraus bis zum Endspiel eine durchweg bessere Stellung und konnte diese auch bis zum Schluss so halten. Aufgrund der dann herrschenden Zeitnot – beide Spieler hatten jeweils noch eine Minute auf der Uhr – einigte man sich dann auf Remis, da auch der Mannschaftkampf schon entschieden war.

Aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten wir uns mit einem guten Gefühl und den Punkten in der Tasche auf den Weg nach Geldern machen.

4 Siege und 4 Remis sorgen für ein Aufatmen in der 3. Mannschaft

4 Siege und 4 Remis sorgen für ein Aufatmen in der 3. Mannschaft

Dass ein Spieltag ohne Niederlage endet, gab es bei der Dritten noch nie. Dass es von den reinen DWZ her relativ ausgeglichen war, setzt dem Ganzen nochmal einen drauf. Aber der Reihe nach.

Wie immer haben wir in Kleve einen netten Gastgeber gehabt, der alles so vorbereitet hatte, dass es an nichts fehlte. Selbst die 4 mitgebrachten Kugelschreiber, die nicht schrieben, konnten 1:1 ersetzt werden.

Richard Wolters an Brett 6 spielte ruhiger als sonst und konnte dies auch nutzen. Mit dem ersten Angriff kam es zum Punktgewinn, als der Gegner eine Schwerfigur stehen ließ. An Brett 1 spielte Florian Kuba eine gute Partie. Sein Gegner Peter B. hatte in der Eröffnung 2 kleine Tempoverlustzüge. In Zug 17 gab es dann einen Vorstoß, den er nicht mehr aufhalten konnte. Zeitgleich spielte Sebastian an Brett 3 eine starke Partie und sicherte sich den 3. Punkt. Der nicht rochierte König bekam es mit beiden Springern, Turm und Dame zu tun. An Brett 2 spielte Klaus Arnolds auch stark auf und hatte eine interessante Stellung mit 2 Bauern und Turm gegen 1 Bauern und Turm. Dieses Spiel hätte nach mehrmaligen Analysen so oder so enden können. Man entschied sich auf Remis und beide durften sich über den halben Punkt freuen. Tareq Sabbagh hatte heute sein 2. Ligaspiel. Dieses Mal gab es an Brett 8 einen starken Gegner. Es gab eine ständige Bedrohung mit Dame und Läufer an Tareqs Königsflügel.

Es benötigte eine große Anstrengung das Blatt zu wenden und der Gegner musste nach einem Läuferverlust den Punkt abgeben. Somit hatten wir den Sieg sicher. Zeitgleich ergab sich an Brett 7 eine interessante Partie.

Thorsten Kujat spielte zu Beginn noch stark, auch wenn die Gewinnchancen gefühlt alle 5 Züge wechselten. Am Ende wandelte er einen Bauer in die Dame um. Danach standen nur noch beide Könige und seine Dame auf dem Brett und es kam, was kommen musste: Patt. Achim Janßen an 4 und Arthur Kretschmer an 5 hatten leicht bessere Stellungen, aber zum einen die Zeitnot und zum anderen die „Entspanntheit“ bereiteten beiden nur oder immerhin den halben Punktgewinn. Somit konnten wir heute eine gute Mannschaftsleistung zeigen und sind froh in der Liga angekommen zu sein.

Von den 6 Mannschaften steht man mit 3 MP auf Platz 2 der Tabelle. Da sich Stand heute alle von Platz 2 bis 6 die Punkte gegenseitig nehmen, wird das noch eine spannende Saison. Unser nächster Gegner wird der Tabellenführer aus Uedem sein.

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